geheimnis der nacht

von Träumen und Traumklängen

 

Der Traum ist die (verkleidete) Erfüllung eines (unterdrückten, verdrängten) Wunsches.

Sigmund Freud, Die Traumdeutung

 

 

 

 

 

Der Traum ist eine Schutzwehr gegen die Regelmäßigkeit und Gewöhnlichkeit des Lebens, eine freie Erholung der gebundenen Phantasie, wo sie alle Bilder des Lebens auseinanderwirft und die beständige Ernsthaftigkeit des erwachsenen Menschen durch ein fröhliches Kinderspiel unterbricht; ohne die Träume würden wir gewiß früher alt, und so kann man den Traum, wenn auch nicht als unmittelbar von oben gegeben, doch als eine köstliche Aufgabe, als einen freundlichen Begleiter auf der Wallfahrt zum Grabe betrachten.

Novalis

 

GENAUE PROGRAMMERLÄUTERUNG

 

 

  • Antonio Lucio Vivaldi (Venedig, 1678 – Wien, 1741):
    aus dem Violinkonzert Il Grosso Mogul RV 208
    Grave Recitativo
  • Georg Friedrich Händel (Halle an der Saale, 1685 – London, 1759):
    aus der Oper Alcina
    Entrée des Songes agréables – Entrée des Songes funestes – Entrée des Songes agréables effrayes et le Combat des Songes funestes et agréables - Rondeau
  • A. Vivaldi:
    Concerto für Flöte, Streicher und Basso Continuo La Notte RV 439
    Largo – Fantasmi. Presto – Largo – Presto – Largo. Il Sonno - Allegro
  • Periklis Liakakis (Athen, 1970):
    Tinitus für Violine und live-electronics

 

PAUSE

 

 

  • Johann Joseph Fux (Hirtenfeld bei Graz, 1660 – Wien, 1741)
    Le dolcezze e l’amerezze della notte E112
    Der Nachtwächter – Menuette & Trio – Fantasie notturne – Ronfatore - Aria
  • P. Liakakis:
    Morpheus für Barockoboe und live-electronics
  • Jean-Baptiste Lully (Florenz, 1632 – Paris, 1687):
    aus der Oper Atys
    Les songes agréables - Entrée des Songes funestes - Symphonie

 

Besetzung: 7 MusikerInnen

oboe/flauto, 2 violini, viola, viola da gamba/violone, clavicembalo, electronics