„Bach ist der Vater, wir sind die Buben. Wer von uns was Rechtes kann, hat’s von ihm gelernt.“

(Wolfgang Amadeus Mozart)

„Familienbande“ widmet sich der Familie Bach: Johann Sebastian, seinen komponierenden Söhnen, sowie Komponisten, die mit den Bachs freundschaftlich verbunden waren.

1735 legte J. S. Bach eine bemerkenswerte Chronik über den Ursprung der musicalisch-Bachischen Familie an, die Kurzbiographien von 53 Familienmitgliedern enthält. Diese Familie lässt sich von der männlichen Seite tatsächlich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen und bestand seit vielen Generationen aus bedeutenden Komponisten, Organisten und Stadtpfeifern.

Auch die Frauen der Familie waren musikalisch gebildet: Bachs erste Ehefrau Maria Barbara war als Tochter eines tüchtigen Organisten und Komponisten mit Musik aufgewachsen. Aus dieser Ehe stammten u. a. Willhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel.

Ein Jahr nach ihrem überraschenden Tod heiratete der 36jährige Witwer die junge Hofsängerin Anna Magdalena Wilcke, Tochter eines angesehenen Hoftrompeters. Im Laufe ihrer Ehe wurde Anna Magdalena zu einer wichtigen Assistentin ihres Mannes, fertigte unzählige Abschriften seiner Werke an und war als Musiklehrerin ihrer Kinder und Stiefkinder, Sängerin und Cembalistin tätig.

Interessant ist die Gegenüberstellung vom „Kontrapunktiker“ Bach mit seinen ebenfalls sehr angesehenen Zeitgenossen Stölzel, Fasch und Telemann, deren Kompositionsweise eingängiger und „modischer“ als Bachs „gelehrter Stil“ erscheinen mag.

Bachs Söhne zählen zu den wichtigsten Komponisten der Übergangszeit vom Barock zur Klassik, sie waren wesentliche Wegbereiter für Haydn, Mozart und Beethoven. Während Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel v. a. den norddeutschen „Empfindsamen Stil“  und die musikalische Ästhetik des „Sturm und Drang“ prägten, fand Johann Christian zu einer Tonsprache, die aus dem „Galanten Stil“ heraus besonders von der Gesanglichkeit italienischer Opern beeinflusst war.

Georg Philipp Telemann:
Concerto per oboe, violino, viola da gamba e basso
( ) – Vivace – Adagio – Allegro

Carl Philipp Emanuel Bach:
Pastorale für Oboe, Fagott und Basso continuo

Johann Sebastian Bach:
Capriccio sopra la lontananza de il fratro dilettissimo (Capriccio über die Abreise des sehr beliebten Bruders) BWV 992

Johann Christian Bach:
Quintett für obligates Cembalo, Oboe, Violine, Viola und B. c. op. 22 Nr. 2
Allegro comodo – Tempo di Menuetto

PAUSE

Gottfried Heinrich Stölzel:
Sonata a 4 per Hautbois, Violino, Basson e Basso
Allegro – Adagio – Vivace

H. Stölzel/ Joh. Seb. Bach:
Aria „Bist du bei mir“ BWV 508
aus dem „Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach“, Leipzig 1725

Joh. Seb. Bach:
Invention à 3 BWV 791
aus dem „Clavier-Büchlein vor Wilhelm Friedemann Bach“, Köthen 1720

Wilhelm Friedemann Bach:
Trio H-Dur für Violine und Cembalo
Larghetto – Allegro – Presto

Joh. Seb. Bach:
Sonata à tre BWV 527 „Orgeltriosonate“
arrangiert für Oboe, Violine und Basso
Andante – Adagio e dolce – Vivace

Johann Friedrich Fasch:
Sonata für Oboe, Violine, Fagott und Basso Continuo
Largo – Allegro – Largo – Allegro

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